Tipps zum Leder färben

Leder gehört zu den edelsten, aber leider auch zu den anfälligsten Materialien im Textil- und Polstermöbelbereich. Selten ist es eine Geschmacksfrage, dass zum Beispiel die Farbe des Leders einfach nicht mehr gefällt, die den Wunsch herbeiruft etwas aus Leder färben zu wollen. Meist sind es Verschleiß und Abnutzungserscheinungen, die es vielmehr erfordern. Ein großer Vorteil bei Ledermöbeln, von der Couch bis hin zum Autositz, ist der, dass sie grundsätzlich die Alternative des Neubezugs mitbringen. Lederkleidung hingegen bietet diese Möglichkeit nicht, und abhängig von Belastung und Beanspruchung ist auch bei Sitzmöbeln und Co. ein Neubezug häufig gar nicht notwendig, und folglich Geldverschwendung. Denn Leder färben ist generell nicht nur günstiger, sondern in vielen Bereichen auch relativ unkompliziert in Eigenregie durchzuführen.

Grundsätzlich lässt sich jedes Leder färben, gleich ob Glattleder oder Anilinleder. Dabei ist jedoch zwischen oberflächengefärbtem Leder (Fahrzeugsitze, Motorradjacken etc.) und eingefärbtem Leder (bereits beim Gerben pigmentiert) zu unterscheiden. Außerdem ist zu beachten, dass bei starken Farbänderungen (von dunkel auf hell und umgekehrt) oder Farbwünschen mit verhältnismäßig schwacher Pigmentierung (z.B. Gelb) ein deutlich höherer Farbauftrag nötig wird. Dies führt häufig zu Einbußen in der Natürlichkeit des Griffes.

Wer etwas aus Leder färben möchte bekommt dafür - neben den Angeboten vom Profi wie beispielsweise Schuhmachern - zwei Möglichkeiten dies auch selbst durchzuführen. Zu unterscheiden ist hier zwischen Färben und Lackieren, wobei die Lackierung der Oberflächenfärbung entspricht. Beide Methoden erfordern es vorher das Leder reinigen zu müssen. Entsprechende Färbesets bestehen meist aus vier bis fünf verschiedenen Flüssigkeiten, die abwechselnd aufgetragen werden müssen. Begonnen wird mit einer auf Alkohol oder Aceton basierenden Reinigungslösung um das Leder reinigen zu können. Nach dem Leder reinigen mit Vorreiniger kommen Haftgrund und Grundierung zum Einsatz. Zuvor wird bei oberflächengefärbtem Leder die Farbschicht aufgerauht (geschliffen) - anschließend noch einmal das Leder reinigen. Nun, nach dem Grundieren, kann die Farbe aufgetragen werden. Entweder im Kreuzsprühverfahren (Airbrush), oder aber mit Pinseln und Schwämmen in kreisenden Bewegungen. Als Finish folgt eine Lederversiegelung.

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